DIE LEBENSKONZEPTUALISIERUNGEN IN HEGELS REALPHILOSOPHISCHEN SYSTEMAUFBAU
Palavras-chave:
Hegel, Leben, Idee, Natur, GeistResumo
Dieser Artikel zielt darauf ab, die Konzeptualisierung des Lebens zu erhellen und ihre bedeutende Rolle im Aufbau von Hegels realphilosophischem System aufzuzeigen. Hegel hat eine um die Lebensidee zentrierte Konzeptualisierung entwickelt. In der natürlichen Welt manifestiert sich die Lebensidee als eine Form der nach außen gerichteten Bewegung. Zunächst ist diese Idee in der unorganischen Natur nur innerlich oder potenziell; dann veräußerlicht und verwirklicht sie sich allmählich in der organischen Natur. Im System des Geistes durchläuft sie die Stufe der Seele in der Anthropologie, den Gegensatz von Geist und Leben in der Phänomenologie, den vernünftigen Staat, den Organismus, das Ideal und die Schönheit in der Ästhetik sowie die Formen Gottes, um schließlich in der spekulativen Logik als letzte Wissenschaft in ihrer reinen Form wiedergeboren zu werden. Im Vergleich zur Naturphilosophie stellt die Manifestation der Lebensidee im Bereich des Geistes einen Verinnerlichungsprozess in idealer Richtung dar. Daher lassen sich die naturphilosophische Verwirklichung und die geistphilosophische Manifestation der Lebensidee als zwei symmetrische, diametral entgegengesetzte Bewegungen charakterisieren. Gleichwohl sind sie grundlegend zwei Dimensionen eines kontinuierlichen und einheitlichen Prozesses der Lebensidee selbst. Dieser Prozess der Rückkehr der Lebensidee zu sich selbst in einer Bewegung von Verwirklichung und Manifestation bildet eine bedeutende Kreisbewegung innerhalb von Hegels Systemaufbau.
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